Lohnende Angebote in der Post

Dieser wunderschöne Brief im Behörden-Retro-Design hat sich von zahlreichen fleißigen Händen bis zu unserem Briefkasten tragen lassen. Ein Angebot der Firma GWE-Wirtschaftsinformations GmbH, das einen zweiten Blick verdient. Das Schreiben bedient alle Elemente des maschinellen Behörden-Stils und sieht rundherum Vertrauen erweckend aus. Ungebleichtes Papier, umständliche Sätze, keine erkennbare persönliche Ansprache, typografisch ein Brühwürfel. Sympathisch, dass die vielen umständlichen Details, nicht penetrant auf der Vorderseite des Schreibens untergebracht wurden, sondern behutsam und rücksichtsvoll hinten. Da atme ich auf.

Dieses intergalaktisch gute Geschäftsmodell bietet den Eintrag in der zentralen Datei www.gewerbeauskunft-zentrale.de für läppische 39,85 € pro Monat bzw. 956,40 € netto im Jahr. Für diese Peanuts gibt es handfeste Vorteile: Die Seite hat einen nicht in Gold aufzuwiegenden Google-Pagerank von 2 (von 10 möglichen) und ist damit eine der wichtigsten deutschen Internetseiten. Wer kann da Nein sagen?

 

 

 

Der Erfinder dieser genialen und unverzichtbaren Datenbank hat eine echte Lücke gefunden. Ein Blick in die Bilanzen zeigt, dass der Zuspruch riesig ist:

 

Absolut unverständlich sind die zahlreichen Forenbeiträge und anwaltlichen Warnungen vor dieser Firma, die Google aus nicht nachvollziehbaren Gründen auf den ersten Seiten der Suchergebnisse präsentiert. Lächerlich und abwegig ist der Gedanke, dass sich hier jemand als Behörde tarnt und auf die Unbedarftheit seiner Adressaten hofft. Ein Scharlatan, der hier von versuchtem Betrug sprechen will. Ein ewig Gestriger, der hier Vorsatz vermutet, ein Menschenfeind, der hier keine Sonne sieht. Also schnell das Faxgerät gezückt und los gehts. Ich kanns kaum erwarten.

youtube, bitte genauer formulieren.


Youtube, das ist nicht ganz korrekt formuliert. Gema räumt die Rechte ein, möchte aber Geld dafür haben. Dieses Geld aber möchte youtube nicht zahlen, sondern sich mit einer Pauschale weiterhin rauskaufen.
Die GEMA ist dabei explizit nicht der oder die Böse. Jeder Künstler kann präzise definieren, wo welche Rechte gewahrt werden, so kann z.B. das Internet oder einzelne Kanäle ausgenommen werden.
Ich weiß nicht, wohin die Reise geht mit den Nutzungsrechten im Netz, aber grobe Schuldzuweisungen helfen hier sicher nicht weiter.

Eine Formulierung ohne Polemik könnte so klingen:

Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar, da es möglicherweise Musik enthält, deren Lizenz wir von der GEMA nicht erworben haben.

Die Piraten zum Urheberrecht: kommentierter Auszug

Die Piratenpartei zum Urheberrecht (kursiv) mit meinen Kommentaren:
Lesezeit ca. 6 Minuten

[…]
Keine Beschränkung der Kopierbarkeit

Systeme, welche auf einer technischen Ebene die Vervielfältigung von Werken be- oder verhindern (“Kopierschutz”, “DRM”, usw.), verknappen künstlich deren Verfügbarkeit, um aus einem freien Gut ein wirtschaftliches zu machen. Die Schaffung von künstlichem Mangel aus rein wirtschaftlichen Interessen erscheint uns unmoralisch, daher lehnen wir diese Verfahren ab.

Diese Haltung verkennt die Leistung, die es braucht, um ein Gut herzustellen. Die angemahnte Verknappung ist keine Willkür, sondern Grundlage eines Ertragsmodells. Ohne dieses Ertragsmodell wäre keine Relation zwischen Leistungserbringung und Nutzung definierbar. Es will mir partout nicht einleuchten, warum gerade das Erbringen von Werken aus ökonomischen Zusammenhängen herausgenommen werden soll. Auch wenn sich digitale Daten verlustfrei kopieren lassen, entstehen Schäden durch entgangenen Umsatz.
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Aminosäuren selber basteln (Speicherfund)

Die DNA verschlüsselt mit jeweils drei Basen eine Aminosäure. Die Aminosäuren in der Kette ergeben dann irgendwann mal ein Molekül oder ein Protein. Diese Darstellung fiel mir beim Aufräumen in die Hände, mit der die Verschlüsselung der Basentriplets lesbar wird. Von innen nach außen gelesen ergeben sich für jede Basenkombination (hier z.B. ACG) eine Aminosäure. Auffällig ist, dass einige Aminosäuren mehrfach codiert sind, zum Beispiel Prolin.